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 13.05.-27.05.2005 Südtirol/Gardasee

Endlich mal wieder auf größerer Tour. Da die Pfingstferien dieses Jahr relativ früh waren,
wollten wir nach Süden über die Alpen, mit der Hoffnung, dass uns warmes und sonniges
Wetter erwartet. Also Klamotten rein ins Womo und los ging es!

Wie immer geht es die A7 nach Süden. Seit die Jungs während der Fahrt DVD´s schauen
können (Papa ist der Beste) könnten wir fahren ohne Ende.
Jedoch hatte Mama und Papa nach 3 stündiger Fahrt genug. Wir suchten uns eine Gaststätte, wo wir einkehrten
und auf dem dazugehörigen Parkplatz dann übernachteten (natürlich fragten wir den Wirt).

Nach dem Womofrühstück ging es dann von Prunz (A) weiter über den Reschenpaß nach Glurns in Südtirol.
Laut unserem neuen Navigationsystem (mit Stellplatz POI´s) soll da irgendwo ein Stellplatz sein.
Das Navi hat uns zielsicher dort hingeführt.

Reschenpass

Der Stellplatz war einsame Spitze. Wiesenplatz direkt am Fluss Etsch.
Auf Wunsch kann man auch Strom bekommen, ja es waren auch Duschen vorhanden. Stellplatzgebühr ca. 7 EUR.

 

Nachts hörte man immer den Fluss rauschen,
da kann man klasse einschlafen.

Nur Tina hatte damit ein Problem.
Sie musste laufend aufs Klo (wenn Sie das Wasser rauschen hört).

Wir haben uns fast einen abgelacht!

Solch eine Aussicht direkt vom Schlafzimmerfenster.

Glurns ist ein kleines Städtchen mit einem
Kaufladen, 3-4 Gaststätten
und ein Straßencafe. Sonst tote Hose.

 

 

 

Klar, wenn eine Feuerstelle auf einem Stellplatz ist,
bleibt der eigene Grill im Womo.

 

Papa saß ganz gemütlich an der Feuerstelle und
trank ein Bierchen.

Plötzlich kam eine Frau zu ihm und fragte ob
er an Gott glaube.

Papa dachte er ist im falschen Film und diskutierte bestimmt
eine Stunde mit der guten Frau.

Am nächsten Tag kam sie nochmals und schenkte
ihm eine Bibel.
Was es alles gibt?

Was die wohl von Papa gedacht hat, wenn sie sogar
eine Bibel noch brachte?

Nach ein paar Tagen wurde das Wetter schlechter und da wir ja noch südlicher wollten,
nutzten wir den Regentag zum weiterfahren.

Als wir durch Naturns kamen und Papa ein Hinweißschild über das Schloss Juval von Reinhold Messner sah,  war
schon klar was jetzt kommt. Papa, der schon einige Bücher von dem Bergsteiger gelesen hatte, wollte unbedingt
das Schloss anschauen.

 

Also schnell Tickets besorgt, dann mit einem kleinen Shuttlebus die Serbetinen hoch.


Dann noch die restlichen 15min. zu Fuß zum Schloss.

Einfach klasse, man kann den Expetitionskeller anschauen
(Lager von Messners Bergsteig-Utensilien), seine selbst gemachten Gsältsgläser
(Marmeladegläser auf Hochdeutsch), und Messners Arbeitszimmer.

         Das Schloss Juval

Die sehr schön eingerichteten Zimmer und viele Statuen und Figuren aus aller Welt waren sehr beeindruckend.
Endlich mal eine Schlossbesichtigung die Allen gefallen hatte.
Da wir nach der Besichtigung auf den Shuttlebus 1 Std. warten mussten, gingen wir noch zu einer Berghütte und
hauten uns einen Bergspeck zwischen die Rippen.

Freunde von uns waren gerade in Lana (ihh ... Hotelurlaub!) die wollten wir besuchen.
In Lana ging es dann auf einen Campingplatz, weil da keine Womostellplätze vorhanden waren.
Da wir wussten, dass der Besuch feuchtfröhlich wird, wollten wir nicht irgendwo frei stehen.

Naja, 33EUR für die Nacht - oft machen wir das nicht. Am nächsten Tag gingen wir zu unseren Freunden die
echte Weinprofis sind (wie Papa). Die Männer fuhren verschiedene Weinbauern an
und probierten und kauften Weine, die Frauen gingen shoppen.
Tja, verdursten können wir auf jedenfalls nicht mehr.
 

Anschließend gingen wir mit unseren
Familien zu einem Weinbauern mit einer sehr tollen Gartenwirtschaft mit Spielplatz, Figurenpark, Tischfussball.


Wir hatten alle sehr viel Spaß und tranken
die tollsten und teuersten Weine bis er fast
aus den Ohren kam.

 

Klar, natürlich wurde da auch noch Wein eingekauft. Unsere Weine nahmen unsere Freunde für
uns mit nach Hause. (Alle natürlich nicht, ein paar Flaschen passten noch ins Womo).
Das war ein klasse Tag. Zu dem Weinbauern werden wir bestimmt mal wieder hinfahren!

Am nächsten Tag ging es dann mit einem schweren Kopf und vermutlich mit Restalkohol weiter
zum Gardasee. Wir wollten mal im nördlichen Bereich vom Gardasee sein, unten im Süden waren wir bereits schon öfters.

 In Campioni bei Trimosine ist ein Womo-Stellplatz der direkt am Seeufer ist.
Diesen steuerten wir an. Platz war noch genug, der Preis von 15EUR ist zwar sehr stolz,
aber dafür standen wir direkt vor dem Wasser.
Da es auf dem Stellplatz keinen Stromanschluß gab und wir ein paar Tage bleiben wollten,
konnten wir unsere Standzeit mit Batterie mal testen. Papa baute vor dem Urlaub noch eine weitere Batterie ein, so dass
wir jetzt 210Ah an Bord hatten.

Das Wetter war toll, wir genossen den Urlaub, spielten, fuhren mit einem Speedboot
(Christian wurde es dabei schlecht), wanderten, angelten (irgendwas machen wir vermutlich dabei falsch)
und schauten den vielen Surfern zu.

Mama und Papa fuhren mit dem Motorroller rum und schauten sich verschiedene Städtchen und die Landschaft an.
Auf den Bergen rings um den See lag noch Schnee, baden konnte man noch nicht, der See war saukalt.
Aber Papa versuchte es trotzdem....

   

Stellplatz (gibt es inzwischen nicht mehr)

 

Beschreibungstext

Der Stellplatz ist direkt unter einem senkrechten Steilhang, der bestimmt 350m hoch war. Wir saßen vor unserem Chally
(wir haben jetzt endlich einen Namen für unser Womo gefunden). Plötzlich hörten wir einen lauten Knall, was ist passiert?

Alle schauten sich um, plötzlich landete mitten auf dem Stellplatz ein Fallschirmspringer.
Der Knall war das Geräusch vom öffnen des Fallschirms. Weitere Springer folgten.
Die sprangen von der Steilwand und öffneten so bei ca. 100m über der Erde den Schirm.

Nach 5 Tagen wollten wir wieder langsam aber sicher Richtung Heimat los ziehen. Die Batterien waren noch halb voll, obwohl die Jungs fast jeden Tag für 1-2 Stunden TV schauten. In der Nähe von Eppan in Südtirol hielten wir an einem Waldsportplatz für eine Zwischenübernachtung. Am nächsten Tag ging es nach Dorf Tirol. Dort schauten wir uns das Städtchen und Schloss an.
Über Nacht blieben wir auf dem Stellplatz, der nicht sehr schön aber dafür recht teuer war (10EUR).

Jetzt ging es wieder über den Reschenpaß nach Füssen, wo wir noch 3 Tage auf dem klasse Stellplatz blieben.
Anschließend ging es nach Hause.

Der Urlaub war toll, wir haben uns prima erholt und haben viele Leute kennen gelernt.
Gruß an Ernesto, Martin, die Zimmerbacher, die Frau - die Papa bekehren wollte.