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 14.08.-05.09.2008 Südtirol/Dolomiten

Normandie/Bretagne war für dieses Jahr unser Reiseziel Sommer 2008.
Naja, 2 Tage vor unserem Urlaub haben wir alles umgeschmissen, da die letzten Wochen für uns
alle sehr stressig waren. Daher wollten wir nicht mehr so viele Kilometer runter reißen und die Spritpreise machen den Urlaub auch nicht gerade billiger.

Glurns, einer unserer Lieblingsstellplätze in Südtirol war unser erster Halt.

Das in Italien ein langes Wochenende war (Feiertag Maria Himmelfahrt) haben wir leider nicht gewusst.
Der Platz war voll ohne Ende. Die Italiener nutzen jede freie Minute, um mit ihren Womokisten
in den Kurzurlaub zu fahren und wenn es nur für ein paar Stunden ist.

Egal, wir hatten noch ein Plätzchen bekommen, jedoch war es mit der Ruhe
und dem romantischen Lagerfeuer, auf das wir uns freuten nichts.

Am nächsten Tag flüchteten wir von dem ewigen "Italienischen Großgruppengelaber"
Wir schnappten unsere Mountainbikes und fuhren am Fluss Etsch entlang bis fast nach Meran
(ca .40km). Mit dem Zug ging es dann wieder zurück.

Wir trafen einige voll gepackte Radfahrer, die dem Fluss bis an die Adria folgten.
Da es fast immer abwärts geht, machte das Radeln sehr viel Spaß.

Der Platz wurde leerer, daher konnten wir die dringend benötigten Erholtage
für unsere Hintern in Glurns genießen.

Zum Wandern wollten wir in die Dolomiten. Über Bozen (das wir auch anschauten)
ging es Richtung Wolkenstein, jedoch ist das Tal nicht sehr Womofreundlich.

Überall Verbotsschilder für Womos, keine Entsorgungsstation, nicht einmal ein Campingplatz.

Nur sehr viele Hotels für die "Standardtouristen" von der Stange. Wir hielten trotzdem in Wolkenstein kurz an, da wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen mussten.

Bis wir zurück kamen hing hinter dem Scheibenwischer ein Stück Papier, darauf stand dass wir hier nicht bleiben dürfen und verschwinden sollen. Strafe mussten wir zwar nicht bezahlen, aber dort werden wir bestimmt keinen Cent mehr ausgeben.

Und eine "nette" Email werden wir dem Bürgermeister/Touristbüro auch noch senden.

 

Wir fuhren die Passstraße weiter und siehe da, in Plan di Gralba war ein Parkplatz, wo man für die Nacht stehen konnte.
Jedoch besteht nur im Winter (Skisaison) die Möglichkeit
das Klo zu entsorgen.

 

 

An den Temperaturen merkte man auch,
dass wir auf 1700m über dem Meer waren.
Am nächsten Morgen fuhren wir auf den
Parkplatz direkt unter dem Sellajoch an der Übernachtungshütte Rifugio Sellajochhaus auf 2180 Meereshöhe.

 

Stellplatz Plan di Gralba

 

Auf dem Platz konnten wir auch über Nacht stehen bleiben. Die Parkgebühren von 4EUR waren
auch in Ordnung, leider war keine Entsorgung möglich. Daher mussten wir noch nach Canazei
auf den einzigsten CP fahren, da wir dringend entsorgen mussten.

Die Berge Wolkenstein, Sellaronde, Grödnerjoch, Langkofel, Marmolada sind die höchsten Berge (bis3300m) die.
die Dolomiten zu bieten haben. Natürlich packten wir die Wanderschuhe raus, und begannen den Langkofel zu umwandern. Es machte uns allen total Spaß die tolle Natur zu erleben, den Kletterern und Gleitflügler zu zuschauen.

Jopp, eine Brotzeit in den saftigen Wiesen durfte natürlich auch nicht fehlen.
Nach einer sehr ruhigen Nacht, wanderten wir am nächsten Morgen auf den Rondella und waren auf 2500m.
Die dünne Luft hat Papa ganz schön geschlaucht - der alte Dampfer!

 

Für unseren Fleiß wurden wir
durch ein super Alpenglühen belohnt.

Sowas hatten wir noch nicht erlebt.
Danach kamen die Wolken in einem wahnsinnig schnellen Tempo
und umhüllten die Berggipfel.
Einfach toll.

Wir konnten noch mal auf dem Parkplatz übernachten.
 

 

 

Das wird bestimmt nicht die letzte Passübernachtung gewesen sein.
Es kam ein Gefühl von Freiheit auf, wie wir es noch nie erlebt hatten.

 

 

Parklplatz (Übernachtungsplatz) Rifugio Sellajochhaus auf
2180m über dem Meer.

 

Nachts wurde es doch recht frisch, so nah am Himmel.
Vom Wandern hatten wir auch genug.

 

 

 

 


 


 

Wandern in den Dolomiten, ein tolles Erlebnis

Wir fuhren Richtung Gardasee zum Entspannen und landeten auf dem Womostellplatz (16EUR) in Sirmone (Lugana Marina). Prinzipiell ist der Platz direkt am Wasser klasse.
Jedoch ist der Gardasee an dieser Ecke nicht besonders einladend. Trübes Wasser und der Untergrund war sehr schlammig, daher waren wir für nur eine Nacht auf dem Platz.

Da wir noch Campingcheque (14EUR) hatten und der Termin passte gingen wir für eine Woche auf
einen Campingplatz zum Faulenzen, Lesen, Baden oder machten einfach nichts. In Fussweite liegt das Weindorf
Cisano, wo Weinfest war. Tolle Musik und bester Wein machte Papa glücklich.

Ach ja, 1 Tag ging es nach Verona, dort schauten wir uns die Oper und die Stadt an.
 

Irgendwann wird Papa und Mama bestimmt mal in
die "Open-Air-Oper" gehen.


Verona mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten
ist eine Reise wert.

 

 

 

                                                          Die Arena von Verona

Nach der Faulenzerwoche ging es auch schon wieder Richtung Heimat.
In Meran machten wir einen Zwischenstopp und  schauten uns die Pferdegalopprennbahn an.

 

   


 


 

Die  "Schönen und Reichen" Pferdebesitzer zu beobachten was ganz Neues - fast wie im Kino!

 

Über den Jaufenpass, fuhren wir Richtung Heimat.

Dort oben wollten wir nochmals übernachten.

 

 

Leider war das Wetter oben nicht gerade der Reißer,
daher ging es auch bald wieder runter.
Schlechtes Wetter werden wir bald wieder
genug in Deutschland haben.

 

Unser letzter Zwischenstopp war dann am Chiemsee. Der Urlaub hat mal wieder den Umfang von unseren
Bäuchen wachsen lassen. Der Uferradweg des Chiemsees ist um die 70km lang, den wollten wir noch fahren,
damit wenigstens das schlechte Gewissen wieder beruhigt ist. Die Strecke ist gut zu fahren, da es fast nur eben ist.

 

 

Die rund 70km sind ganz schön in die Füße gegangen.
Vom Hintern brauchen wir erst gar nicht reden.

 

Leider fährt man ca. 10km direkt an der Autobahn entlang.
Der Lärm und Gestank haben ganz schön genervt.
Ansonsten kann man die Rundfahrt nur empfehlen. 

 

 

 

 

Diesen Urlaub waren wir mal zu sechst unterwegs. Die Jungs hatten Wüstenrennmäuse bekommen.

"Pepper" und "Balu" mussten ja unbedingt mit. Obwohl Papa für den Urlaub einen Mäusesitter aufgetrieben hatte.
Papa wurde damit ein ganzes Wochenende genervt bis er endlich ja sagte. Mit den Mäusen ging recht gut,
Probleme gab es keine.

Mäusenachwuchs gab es auch keinen - sieht so aus, dass sie Gleichgeschlechtlich sind. Glück gehabt!