18.08. - 09.09.2009 französische Atlantikküste
Vive la France! "Frankreisch" wir kommen... oder die Suche nach der ultimativen Welle!
Wir wollen endlich mal richtige tolle Wellen erleben. Die im Mittelmeer sind ja wohl nicht so der Hammer.
Jetzt wollen wir schauen wie es am Atlantik ist.
Am Dienstagabend geht es nach Feierabend los. Mal sehen wie weit wir noch kommen sollten.
In Ettlingen (nahe Karlsruhe) finden wir ein Freibad mit geeignetem Parkplatz. Eine Runde planschen
im erfrischenden Nass würde uns bestimmt gut tun. Leider sind wir zu spät, das Freibad machte
gerade zu als wir ankamen.
Am frühen nächsten Morgen (4.00Uhr, der Papa spinnt doch!) ging es weiter.
Bis um 12.00 Uhr wollten wir fahren und dann ein nettes Plätzchen mit Bademöglichkeit finden.
Der Sommer der bis jetzt noch keiner war meldete sich zurück und es war doch sehr warm.
Dank Navi mit Stellplatzpoi´s fanden wir im Departement de L´ Aube südlich von der Stadt Troyes
den "Lac de Orient". Genau das richtige für uns. Tolles Wasser und ein kostenloser Stellplatz,
was will man mehr!
Unser nächstes Etappenziel soll irgendwo im Loiretal sein, damit die Männer doch auch mal wieder so
richtig Mann sein können und ihre Urinstinkte an der Angel austoben können.
Stellplätze hat es in der Ecke genug, jedoch haben die uns überhaupt nicht gefallen.
Deshalb fuhren wir eine Stichstraßen Richtung Fluss und fanden ein supi Plätzchen für die Nacht.
Fische haben wir keine gefangen, egal, Spaß hat es gemacht und alle sind befriedigt!
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Dahinten stehen wir |
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Häuser im Fels
| | Christian, unser pubertierender Lümmel, da kommt auf uns noch was zu.... Junge, junge. |
Das Loiretal ist schon für sich eine Reise wert. Die Landschaft, die vielen schönen Schlösser
und die in den Fels gehauenen Häuser sind doch recht beeindruckend.
Jetzt sollte es aber vollends an den Atlantik gehen. Wir waren alle gespannt was uns erwartet und wie die Wellen sind. Vorbei an tollen Landschaften, Meersalzfarmen ging es auf die Insel "Ile de Noirmounter".
Natürlich wollten wir über die "Passage du Gois", die Verbindungsstraße zur Insel, die nur bei Ebbe befahrbar ist. Da ging es zu wie auf der A8 in der Haupturlaubszeit. Stau im Meer.
Eigentlich fehlte nur noch ein Kreisverkehr. Überall standen Autos von fleißigen Muschelsuchern.
Das scheint eine Volkssportart der Franzosen zu sein.
Übrigens, Kreisverkehre müssen in Frankreich recht beliebt sein, so viele "runde Straßenkreuzungen"
sind wir schon lange nicht mehr in einem Urlaub gefahren. Bei ca. 150 Stück haben wir aufgehört zu zählen.
Fährt man aus einem raus, (bitte nur mit blinken!!!) kommt 200m wieder so eine Straßenpizza.
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Meersalzfarm |
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Passage du Gois | | Parkplatz auf dem Meeresgrund | | Darauf sollte man achten! |
Die Insel selber ist schön, jedoch hat uns der Touristenrummel und die nicht sehr schönen Stellplätze,
die auch nicht direkt am Meer waren, null vom Hocker gehauen und fuhren deshalb über die Brücke wieder zurück auf das Festland.
Angekommen in Note-dame-de-Monts wollten wir auf einen der 2 Stellplätze. Aber leider waren die auch wieder nicht direkt am Meer, sondern genau auf der anderen Seite des schönen Städtchen.
Aus diesem Grund fuhren wir dann mal wieder eine von Papas berühmten Stichstraßen Richtung Meer und hatten einen Platz in der Nähe vom Strand gefunden. Auch zum Übernachten war der Platz zumindest für eine Nacht geeignet.

He, hatte es da coole Wellen!
Die hatten eine Kraft bei einlaufender Flut!
Genau dass suchten wir und hatten sehr viel
Spaß. 3 Liter Meerwasser hatte bestimmt
jeder in seinem Bauch!
Heute wollten wir nicht viel unterwegs sein und fuhren auf einen SP zum Entsorgen
und düsten ein paar Kilometer südlicher dort fanden wir zwischen St-Jean-de-Monts und St-Gilles-Coix-de-Vie
wieder eine Stichstraße zum Meer und hatten mal wieder die richtige Nase.
Mitten im Wald hinter einer Düne fanden wir ein nettes Plätzchen, zum Baden und Übernachten.
Nach einem typischen französischen Picknick hatten wir, trotz nicht so großen Wellen einen tollen Badetag.
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Picknick im Walde |
Leider war die Nacht nicht so klasse. Wenn wir nicht gewusst hätten, das wir mitten im Wald
standen, hätte man meinen können wir schlafen neben einer Autobahn.
In der Nähe war ein Picknickplatz, wo junge Leute eine Party feierten.
Die ganze Nacht war ein Kommen und Gehen mit den Autos und Partystimmung zu hören.
Naja, irgendwie erinnerte uns das auch an unsere wilden Zeiten. Solange sind die auch noch nicht her......!
Heute sollte es ins Hinterland gehen, da wir mal Dolmen und Menhire von Asterix und Obelix sehen wollten.
In St-Gilles schauten wir uns noch den "Trou de Diable" an. Der Teufelsfelsen der bei steigendender Flut zu schreien beginnt. Das hängt mit der trompetenförmigen Aushöhlung des Steines zusammen.
Gehört haben wir leider nichts, es war ja auch gerade Ebbe....hihi
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Trou de Diable, der Teufelsfelsen |
Über Talmont-St-Hilaire wo sich eine Festung von König Löwenherz befindet, übernachteten wir auf einem SP.
Am nächsten Tag ging es nach Avrillé. Dort schauten wir uns die netten Steinchen an.
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Hühnengrab | | "Champs Cesar" |
Der 7m hohe Menhir "Champs Cesar" Einer der höchsten Menhire Frankreichs (bestimmt der Lieblingshinkelstein
von Obelix). In dieser landschaftlich tollen Ecke hat es noch einige mehr von den Dingern, aber uns haben diese gereicht.
Am gleichen Tag fanden wir einen Stellplatz (6EUR) direkt am Meer, hinter einer Kirche in Port des-Barques
Vom SP sah man die Meeresstraße die zur benachbarten Insel führte und ebenfalls nur bei Ebbe befahrbar ist. Hier hat es uns richtig gut gefallen und blieben deshalb für 3 Übernachtungen.
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Stellplatz Port des-Barques |
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Meeresstraße zur Insel "Ile de Madame" |
An einem Abend beobachteten wir, wie ein Auto bei beginnender Flut die Straße überqueren wollte und steckenblieb. Nach hektischen Handytelefonaten und Lichtzeichen mit den Scheinwerfern kam dann schließlich ein Traktor und zog das Auto wieder raus. Das soll öfters vorkommen als man denkt. Wie uns ein Womonachbar erzählte.
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Es macht Laune die kleine Insel mit dem Rad zu erkunden. | | |
Es ging an Stränden und an Meersalzfarmen vorbei. Überall hatte es Sträucher mit leckeren Brombeeren.
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"Ile de Madame" Mit Hilfe der Netze werden Krebse gefangen |
Wir genossen das tolle Wetter und ließen es uns richtig gut gehen. Wellen hatte es leider so gut wie keine.
Dafür haben irgendwelche schlaue Leute ein Becken gebaut, dass das Wasser bei Flut auffängt, damit man auch bei Ebbe baden konnte. Tolle Idee!
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Papa, Mama und Chrisi probierten die schleimigen, hässlichen, ekligen und rohen Austern! | | Patrick konnten wir nicht dafür begeistern. Iiihhhh wie das aussieht und das soll schmecken? |
Mit der Fähre über die Gironde (ca. 50EUR) ging es weiter auf den Stellplatz in Soulac sur Mer. Der kostenfreie
Stellplatz, den wir dort durch Zufall fanden war mit Abstand der schönste SP während des ganzen Urlaubs.
Hier richteten wir uns für 5 Tage häuslich ein und machten eigentlich gar nichts anderes als faulenzen,
Rad fahren, Bunker erkunden (vom zweiten Weltkrieg), Spazieren gehen und baden.
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Stellplatz "Soulac sur Mer" |
Der Platz war direkt hinter der Düne an einem sehr großen, sauberen und fast menschenleeren Strand
mit brauchbaren Wellen.
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Strand zum relaxen |
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Wellen, da flog fast der Bikini weg! | | Strand mit Bunker im Hintergrund |
Wir haben supi nette Schwaben aus Esslingen kennen gelernt (DAS SG-TEAM). Endlich mal wieder richtig schwäbisch schwätzen - das tat vielleicht gut!
Stefan, Simone mit ihren Nachwuchs Sean Collin und Shannon. Wir grüßen euch. Die leicht feuchten und lustigen Abende waren Klasse!
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Das SG-TEAM (mit ihrem klasse selbst ausgebauten Womo im Hintergrund) und wir |
Unsere Kid´s haben sich trotz relativen großen Altersunterschied toll verstanden, wo sind die eigentlich?
Weiter ging es dann an den größten Süßwassersee Frankreichs "Etang d´Hourtin et de Carcans",
auf den dortigen Stellplatz (6EUR) am Jachthafen in Hourtin, da wir angeln wollten.
Besonders hat es uns dort nicht gefallen, daher düsten wir wieder an das Meer und fuhren an den zugehörigen
Strand der Stadt "Plage Hourtin". Wir haben uns noch gewundert, warum es in Strandnähe so viele
Surfershops- und schulen gab.
Als wir dann die Wellen sahen war alles klar. 3m hoch waren die locker! Natürlich holten wir gleich die Badehosen und die Bretter raus. Jetzt waren es bestimmt 4 Liter Meerwasser die jeder in seinem Bauch hatte.
Die Naturgewalten und die Unterströmung waren gigantisch. Es war für uns alle sehr schwer überhaupt gegen die Wellen ins Meer zu kommen.
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Hammerwellen in "Etang d´Hourtin et de Carcans" |
Zumindest haben wir für uns die "ultimative Welle" gefunden.
Nach zwei Stunden Wellenreiten mit den Boards konnten wir nicht mehr.
In einem kleinen Dorf (Lanton) fanden wir einen Stellplatz.
Dort gingen wir in das einzige Restaurant im Dorf und verabschiedeten uns vom Meer.
Austern, Dorade Royal, klasse Wein und ein super Ausblick auf die Bucht war der standesgerechte
Abschied von der Atlantikküste. Die Düne von Pyla (die größte Wanderdüne von Europa) haben wir
nicht mehr angeschaut.
Das wollen wir uns noch aufheben. Denn, wir wollen wieder an die Küste kommen und dann Richtung Biarritz
und Spanien die Küste weiter erkunden. Dort sollen die Wellen noch heftiger sein.
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Ein letzter Abendspaziergang am Meer |
Es wird Zeit, dass es wieder Richtung Osten geht, jeder Urlaub geht mal zu Ende.
Für eine Zwischenübernachtung mit Weinprobe ging es auf ein Weingut in der Nähe von Bordeaux.
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Stellplatz beim Weinbauer
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Dort quetschte sich Papa 2 Finger (vor der Weinprobe) in den saublöden Campingtisch (der natürlich Schuld war).
Unter den Fingernägeln hat es sofort, trotz Kühlung einen sehr großen Bluterguss gegeben, der auch noch am
nächsten Tag sehr weh tat.
Unser ja so mutiger Papa suchte einen Arzt und bat um Behandlung. Und was machte der arabische Docteur?
Er bog eine Büronadel zurecht, brachte diese zur Rotglühung bis das Feuerzeug leer war und stach
durch die Fingernägel in den Bluterguss bis das Blut herausschoss.
Kreidebleich verließ Papa das Behandlungszimmer, die Schmerzen aber waren weg.
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Finger mit Büronadel-Einstiche |
Einen Tag verbrachten wir noch an der Dordogne und fuhren 14km mit einem Kanu und schauten
uns die vielen Schlösser von der Flussseite aus an. Spaß machte die Kanufahrt natürlich auch...
Irgendwo in der französischen Pampa übernachteten wir nochmals bevor es dann bei Mühlhausen wieder
über die Grenze ging. In der Nähe von Breisach bei der Gemeinde Gündlingen gibt es beim dortigen Waldstadion eine Gaststätte, die ja schon fast berühmt für ihre Argentinischen Rindersteaks ist. Vor Jahren fanden wie durch Zufall den Sportplatz, der auch für eine Zwischenübernachtung bestens geeignet ist.
Nach einem fantastischen Essen und endlich wieder einem Weizenbier, ging es dann am nächsten Tag, dann leider wieder nach Hause.
Unser Fazit:
Die Französische Atlantikküste wird uns wieder sehen! Oberhalb der Flussmündung der Gironde haben uns die offiziellen Stellplätze nicht so gut gefallen, da die meisten nicht direkt am Meer waren.
Die Landschaft ist jedenfall eine Reise wert. Je Südlicher man fährt, werden die Wellen und die Stellplätze besser und schöner.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Franzosen äußerst freundlich und zuvorkommend sind.
Fast alle Stellplätze waren kostenfrei, V/E Situation ist gut und macht keine Probleme.
Vive la France. Bis bald!